Donnerstag, 26. März 2009

Skandalschwindel aufgedeckt!

Skandalschwindel aufgedeckt!
Schwäbische Alb; Freitag, 6. März 2009

Am Freitag, 6. März 2009 spielte Jochen (was er eigentlich eher nicht tut) mit zwei weiteren Personinnen Casino International (umgangssprachlich: café international). Zu Beginn war das Spiel noch relativ spannend, denn Jochen kannte es nicht. Doch mit der Zeit legte er los und entschied die Partie haushoch für sich. Leider verkrafteten die beiden Mitspielerinnen dies nicht und flippten geradezu aus: Zuerst strichen sie Jochen aus dem Spielzettel, weiter verärgert zerrissen sie den Zettel in mehrere Einzelteile und verließen die Spielstube. Nur durch den engagierten Einsatz einer freiwilligen Helferin, konnte der Zettel gerade noch gerettet werden. Jochen blieb seiner großen Gutmütigkeit treu und schenkte den Mitspielerinnen sogar Trostpreise. Hier der Spielzettel mit Jochens Punkten auf der rechten Außenseite.















Psychologen und Therapeuten überlegen nun, ob solche Gemeinschaftsspiele verboten werden müssten. Cholo Erap von der Universität in Ogeneuten untersuchte dies schon 2007. Das Fazit seiner Forschung: "Die starke psychische Belastung bei Spielen, die gemeinsam an einem Tisch gespielt werden, ist 100 Mal höher als bei Computerspielen. Dies kommt daher, dass jeder Mitspielende den ständigen konkurrierenden Blicken der Anderen ausgesetzt ist. Zudem können Zuschauende diese innere Zerreißprobe verstärken, da die Spielende ihre Gefühle verbergen müssen. Bei einer bestimmten Anhäufung der Belastung explodieren die Spielenden dann. Computerspiele, wie die Moorhuhnjagd, helfen indes den Gefühlen gleich freien Lauf zu lassen. Hier kann man sich abreagieren und gleichzeitig Tierschützer ärgern. Das macht Spaß und beruhigt!"

Nähere Informationen zur Erforschung der psychischen Belastung bei Gemeinschaftsspielen finden Sie unter http://www.wwef.de/

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